HowTo
Hie möchte ich beschreiben, wie ich die mbux-ramdisk erstellt habe.
Um kleinere Änderungen vorzunehmen (wie das Tauschen der Kernel-Module oder das Hinzufügen von eigenen mbux-Skins) müssen Sie aber nicht das komplette HowTo durcharbeiten. Wahrscheinlich hilft Ihnen dabei bereits
die Lektüre von Wie erstelle ich mir eine individuelle mbux-ramdisk? Sie benötigen dazu nur ein GNU/Linux-System (z.B. eine Live-CD wie Knoppix,
Ubuntu, o.ä.) und ein klein wenig (ehrlich!) Verständnis, wie ein Computer funktioniert.
Vorüberlegungen:
- Debian - klar. Stabil und ich mags, breite Hardwareunterstützung.
- Kernel 2.6.x für i386 (linux-image-2.6-486) (Debian-Standardkernel ohne Optimierung). Aktuell, breit einsetzbar.
- Ramdisk-Dateisystem: cramfs. Debianstandard, readonly, komprimiert (Speicherplatz!)
- Soundarchitektur: ALSA. Keine Frage.
- udev erstellt /dev Hardwareabhängig und lädt automatisch die nötigen Module. Super.
- deutsches Tastaturlayout (aus Gewohnheit)
- Zuerst habe ich Debian auf eine freie Partition der Festplatte installiert, dann einen Arbeitsordner angelegt und schließlich mbux installiert.
- jetzt werden Konfigurationsskripte
fstabconfig, mbuxconfig, svgaconfig und Mehrsprachigkeit hinzugefügt, ebenso einige Besonderheiten und Anpassungen.
- Dann wird die ramdisk (cramfs) erzeugt und getestet.
/usr/sbin/mkcramfs ./mbuxrd\ 0.2/ ./mbuxrd.cramfs
cp ./mbuxrd.cramfs /boot/mbuxrd
- Verschlanken der ramdisk (aber nicht zuviel) und überprüfen der Funktion.
Jetzt kann die mbux-ramdisk eingesetzt werden:
- 1. Festplatteninstallation. Dazu muss der Bootloader (z.B. GRUB) konfiguriert werden (menu.lst). Aber auch NTLDR von Windows kann (mit Hilfe von GRLDR) genutzt werden.
- 2. Emulationsbetrieb (z.B. innerhalb von Windows) mit qemu
- 3. Live-CD (bootbares ISO-Image). Läuft auf den meisten Rechnern, wird erstellt mit:
mkisofs -R -b boot/grub/stage2_eltorito -no-emul-boot -boot-load-size 4 -boot-info-table -o mbuxrd.iso ./iso